Udo
Schule
Wie stellt ihr Diabetes in der Schule vor und was haltet ihr von freiwilligen BZ-Messungen bei Mitschülern??

Eine Mutter schreibt:
Ich habe gestern leider folgenden Fall erleben müssen!!!!
Mein Sohn XX ist dieses Jahr in die erste Klassen gekommen und wie es so ist, lernte er viele neue Klassenkameraden/innen kennen. Die sich natürlich für seine Krankheit interessierten, weil sie sahen wie ich die BZ-Messungen machte in der Pause. In Absprach mit den Klassenlehrerinnen erzählte ich über Diabetes Typ I und zeigten nochmals eine BZ-Messung, wie ich sie gelernt habe. Mit der Aufforderung " wer möchte kann bei mir den BZ messen". Wir nahmen an die Kinder sind gross genug um selber zu beurteilen ob sie das möchten.
Das war wohl ein Fehler oder auch nicht? Jedenfalls meldet sich ein Mutter und beschimpft mich ich dürfe das nicht, gemäss Dr. XX. Von dieser Frau wurde der Elternrat und Schulleitung Informiert. Am selben Tag hatten wir Elternabend. Die Lehrerinnen stellten sich vor mich und entschuldigten sich bei den Eltern.

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#6 Guest 19:48 07.09.2014
Oje, da war wohl mal wieder eine überängstliche Mama.....
Als unser Sohn in den 1.Kindergarten kam, besuchte die Diabetesfachfrau vom Kinderspital die Klasse und hat alles erklärt und die Kinder durften sich den BZ messen lassen. Obwohl wir die Eltern nicht informierten, gab es keinerlei negative Rückmeldungen.
Lasst euch nicht unterkriegen, viele Menschen sind einfach nicht 'in ihrer Mitte' ;) Einfach Kopfschütteln, Augenverdrehen und Weiterleben....
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#5 Guest 16:30 05.09.2014
Ich habe selber vor 1 Jahr einen Vortrag über den Diabetes unserer Tochter und Ernährung gehalten. Unsere Tochter war dort in der 4. Klasse. Jedes Kind welches wollte, durfte sich den Blutzucker messen. Jedes hatte eine Lanzette und ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen. Ich würde dringend zusammen mit der Schulleitung,Lehrperson und den Eltern klären, dass alles sauber und korrekt stattgefunden hatte. Ich denke, dann legt sich die Situation sicherlich wieder. Braucht jetzt einfach etwas Kraft dass man sich nicht kleinkriegen lässt. Es war ja auch nur eine Mutter, welche solch ein Aufstand gemacht hatte. Ich würde aber trotzdem alle Eltern informieren. Daumen Drück von mir !! Lg Sandra
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#4 Guest 15:48 05.09.2014
Unser Sohn ist schon was älter und dieses Jahr in eine neue Klasse gekommen. Die Lehrerin hat ihm am ersten Tag ein Zeitfenster gegeben um seine Krankheit der Klasse zu erklären. Bei Messungen an den Mitschülern wäre ich vorsichtig. Man holt von der Schule schon wegen viel weniger heiklen Dingen das okay der Eltern ein. Bei sowas kann ich mir schon negative Reaktionen (einfach aus Unverständnis und Unwissenheit) vorstellen. Der Fehler liegt aber wohl eher bei der Lehrerin, die das eigentlich wissen sollte. Du hast Dich ja mit ihr abgesprochen ...
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#3 Guest 13:32 05.09.2014
Ich bin umgekehrt vorgegangen.

Am Elternabend habe ich informiert, dass mein Sohn Diabetes Typ 1 und daher einige kleine „besondere Bedürfnisse“ hat, z.B. BZ-Messen, zwischendurch mal etwas essen. Ebenfalls habe ich informiert, dass ich die Klasse besuche, über den Diabetes informieren und den Kids die Möglichkeit geben werde den BZ selber zu messen. Ich habe gebeten es ihrem Kind zu erlauben oder zu verbieten. Auch habe ich darauf hingewiesen, dass ich für jedes Kind eine separate, sterile Lanzetten-Nadel verwenden werde. Damals gab es keine Probleme.
Mittlerweile ist unser Sohn in der 4. Kasse. Dieses Jahr war ich wieder in der Schule und durfte eine Lektion zum Thema Diabetes füllen. Nach Absprache mit der Lehrerin, haben wir die Eltern nicht vorher informiert, da man in diesem Alter davon ausgeht, dass die Kinder selber entscheiden können, ob Sie BZ messen wollen oder nicht. Am Elternabend habe ich die Eltern informiert, dass ich in der Klasse war und sich die Kids den BZ-Wert messen durften. Auch dieses Jahr gab es keine Probleme.
Ich würde wieder so vorgehen. Bei Kids bis zur dritten Klasse würde ich die Eltern vorher informieren. Michaela
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#2 Guest 09:29 05.09.2014
Ein altersgerechter Vortrag vor der Klasse und das Zeigen und Erklären der verschiedenen Geräte hat sich bei uns sehr bewährt und geholfen, falsche Vorurteile ("kommt vom zu vielen Zucker essen") auszuräumen.

Ich habe den Kindern an mir selber das Messen demonstriert. Das hat ihnen grossen Eindruck gemacht. Wenn ich anbieten würde, bei den Kindern BZ zu messen, würde ich wohl über die Lehrperson die Eltern vorher informieren lassen (alles steril, pro Kind frische Lanzette, freiwillig etc.) sowie ihnen die Möglichkeit geben, ihr Kind davon auszuschliessen. Dann ist man einfach von Anfang an auf der sicheren Seite. Ausserdem könnte man auf diesem Weg die übrigen Eltern gleich über den Diabetes mitinformieren, was je nach Alter der Kinder ja durchaus Sinn macht.

Barbara
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#1 Guest 08:40 05.09.2014
Also ich habe das vor einigen Jahr bei uns auch so gemacht und es gab keinerlei negativen Reaktionen. Wenn ich es mir aber so überlege, könnte es vielleicht heikel sein, da gewisse Eltern vielleicht auch Angst haben wegen der Nadel und Blut und so. Ich denke, wenn man so etwas macht, muss man einfach - absolut zwingend - jedes Mal eine frische Nadel nehmen und dies den Kindern auch kommunizieren!
Ich bin nun aber selbst etwas nachdenklich, ob ich dies nochmals machen würde...
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