• Name
    Denise
  • Betreff
    Pupertät
  • Frage
    Guten Tag

    Seit ca. einem halben Jahr ist die Zusammenarbeit bezüglich dem Diabetes mit unserem 13 jährigen Sohn sehr schwierig. Er lässt es kaum mehr zu, wenn wir uns mit ihm um den Diabetes kümmern wollen. Dementsprechend hat er seit längerem sehr schlechte Werte und auch schon starke Hypos. Unser Arzt nimmt uns immer wieder in die Pflicht, dass wir die Verantwortung tragen und wir besuchen wöchentlich einen Psychologen. Doch unserem Sohn sind momentan andere Themen wichtiger und er beachtet die Behandlung kaum.
    Welche Erfahrungen habt ihr, sollen wir Druck ausüben, weiterhin auf der Beziehungsebene schaffen, einen Krankenhausaufenthalt in Betracht ziehen???.....

    merci und Grüsse

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#6 Karin 06:47 21.10.2015
Liebe Denise
Unser Sohn ist 12jährig und bis jetzt klappt die Zusammenarbeit z.T. mit Erpressung einigermassen gut ;-)
Aus welcher Region seid ihr? Wir sind im Seeland zuhause. Vielleicht könnten wir uns zwecks Austausch mit/oder ohne Jungs mal treffen?
Schönen Tag und liebe Grüsse
Karin
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#5 Carole 17:33 13.10.2015
Liebe Denise
Ich bin 17 Jahre alt und habe schon seit ich 9 Jahre alt bin Diabetes. In der Pubertät hat man logischerweise komplett andere Interesse als die Krankheit oder die eigene Gesundheit. Meine Eltern
mussten mich manchmal mehr, manchmal weniger daran erinnern den BZ zu messen oder für das Essen rechtzeitig zu spritzen. Meiner Meinung nach nützt es nicht viel, dass man an die Folgeschäden erinnert wird, da man auf das Jetzt fokussiert ist. Ich habe mit meiner Mutter darüber gesprochen und unser Vorschläg wäre es mal mit einer kontinuierlichen Glucosemessung zu versuchen. Vorteil: Weniger BZ messen, BZschwankungen werden sichtbar, die Symptome kann man besser deuteten, Warnungen bei Hyper und Hypos erscheinen frühzeitig und auch der Verlauf des BZ wird angezeigt. Man lernt den Körper und der Verlauf des BZ besser kennen. Die entsprechenden Massnahmen können so gezielt getroffen werden. Für den Jungen wird es vielleicht so interessanter sich mit seiner Krankheit mehr auseinander zusetzen. Lieber Gruss Carole und Barbara
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#4 Damaris 07:00 09.10.2015
Hallo Denise
Mit der Pupertät und Diabetes ist es sicherlich noch ein zusätzlicher Aufwand dass alles immer gut läuft. Ich würde meine Tochter mit der brutalen Wahrheit der Spätfolgen direkt konfrontieren, die Jugendlichen sind heute auch viel mit direkter Wahrheit und brutalen Bildern verbunden im Alltag. Vielleicht legst du ihm den Bericht auf Bett von Pius Bättig schaue im Internet (Spätfolgen blind wegen schlechter Einstellung) oder nimmst Kontakt auf zu ihm. Vielleicht kann dein Sohn sich mit solchen Schockbildern oder sogar einem Treffen mehr darunter vorstellen, was alles eintreffen wird. Ich habe selber auch Diabetes und bin mir bewusst als Erwachsener wie es kommen kann. Ich wünsche dir weiterhin viel Ausdauer und Kraft.
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#3 Monika 17:59 08.10.2015
Hallo Denise
Unserer ist auch 13 und es ist ihm oft alles egal. Nicht nur mit dem Diabetes, auch Schule und Ordnung sind ein Thema. Wir versuchen es im Moment mit einem Belohnungssystem. Wenn er seine Ämtli erledigt gibts mehr Taschengeld, bei negativen Vorfällen wird gekürzt. Das klappt nicht so schlecht.
Daneben hilft wohl nur viel Geduld und Verständnis. Die Kids habens nicht einfach, speziell jetzt in dieser Zeit, wenn die Werte eh Achterbahn fahren. Ich wünsche Euch viel Nerven und Geduld. Grüesslis
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#2 Hania Curjel 17:19 08.10.2015
Wir haben während dieser Zeit den Diabetalogen gewechselt - Die neue Ärztin ist genau auf pubertierende spezialisiert und kann es super mit den Teenagern.
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#1 Claudia 16:05 08.10.2015
Liebe Denise. Ich glaube mit Druck erzeugt ihr nur Gegendruck. Ich würde weiterhin versuchen, an seine Vernunft zu appellieren. Evtl. braucht es auch ein einschneidendes Erlebnis das ihn wachrüttelt wie es bei uns der Fall war. Unser Sohn ist 12,5 Jahre alt und eigentlich sehr kooperativ. Als es auf die Schulreise ging im Juni war eigentlich alles abgesprochen. Meine klare Ansage BZ mindestens 4x zu messen kam an, war ja immer so. Mein Sohn war 12 Std. weg, ich habe den ganzen Tag nichts gehört und ging davon aus, dass alles i.O. ist. Abends um halb sieben habe ich ihn vom Bus abgeholt und sah sofort, dass es ihm nicht gut ging. Er sagte auch gleich ihm sei schlecht, er habe Kopfweh und Bauchweh. Auf meine Frage wie der BZ gewesen sein sagte er, er habe "vergessen" zu messen, hat aber via Pumpe immer wieder Bolus abgegeben fürs Essen. Nach Hause, BZ gemessen, HI, also nicht mehr messbar. Keton ++++. Was tun? Es war inzwischen 19.00 Uhr. Eigentlich hätte ich ihn ins Spital bringen sollen, doch wir haben die Entgleisung zuhause behandelt. Ich habe ich dieser Nacht 26 Einheiten Insulin abgegeben, habe halb stündlich BZ gemessen, mein Sohn hat ab drei Uhr erbrochen, also volles Programm. Am Morgen dann endlich ein Zucker bei 10. Meinem Sohn ist das total eingefahren. Er war danach noch 2 Tage schulunfähig da er dermassen kaputt war. Habe ihm auch klar gemacht, dass ich dies kein weiteres mal alleine machen werde und er das nächste Mal ins Spital muss. Das wollte er ja auf keinen Fall. Es war ihm aber eine Lehre!! Seither hält er sich wieder an die Abmachungen, ruft an bei Unklarheit etc. Ich hoffe, es muss bei deinem Kind nicht erst soweit kommen, doch manchmal führt kein Weg an einem Schockerlebnis vorbei. Alles Gute für euch!
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