• Name
    Lydia
  • Betreff
    Klassenlager
  • Frage
    Hallo zusammen
    Mein Sohn geht im September mit der Schulklasse ( 2.Sek. Niveau C) in ein wöchiges Arbeitslager in den Kanton Graubünden - wir wohnen im Kanton Luzern.....Wie viel Mitverantwortung kann ich von den Lehrpersonen erwarten ( Nachmessen in der Nachts, Anpassungen der Pumpeneinstellungen, etc), welche Erfahrungen habt ihr gemacht??? Zudem hat mein Sohn grosse Schwierigkeiten im Rechnen und in der Merkfähigkeit, daher war ich in der Primarschule in den Lager jeweils in der Küche mit dabei. Aber in der Oberstufe kann das doch langsam peinlich werden. Danke für eure Rückmeldungen und liebe Grüsse!

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#6 Nina 14:34 21.06.2016
Hallo
Ich bin letztes Jahr auch in ein Arbeitslager gegangen. Und ich versichere Ihnen, die Klassenkameraden werden gut zu Ihrem Sohn schauen. Das beste ist, wenn die Mutter einfach Vertrauen zu ihrem Sohn hat. Er ist mittlerweile etwa 14/15 Jahre alt und damit schon recht selbstständig. Es ist schwer als Mutter los zu lassen, auch meiner Mutter viel dies sehr schwer. Es braucht Zeit und wird nie leicht fallen. Es ist jedoch viel leichter für das Kind. Ich wurde sehr aggressiv wenn mir irgend jemand etwas sagen wollte. Als meine Mutter damit aufhörte wurde auch mein Blutzucker besser. Ich habe vorher aus Protest schon nicht gemessen oder gespritzt.

Ich hoffe ich konnte helfen.
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#5 Monika 19:04 23.03.2016
Hallo Lydia
Unsere Jungs dürften etwa gleich alt sein. Sin allerdings Penner ...
Er war schon diverse Male in Lagern. Es kommt sehr auf die Lehrperson an. Eigentlich haben sich aber alle von mir informieren lassen (vor allem über Notfallszenarien) und die Woche mit ihm gut gemeistert. Wir haben täglich Handykontakt gehabt und so besprochen was an Fragen aufgetaucht ist.
Jetzt im Skilager hat die Klassenlehrerin auch vor dem schlafen gehen (so um 12) nochmal geweckt und messen lassen.
Die Werte waren zwar nicht super, aber zu vertreten und er hatte Spass. Was will man mehr.
Ich sage mir immer, irgendwann muss er auch selber klar kommen und - da kann ich nur für meinen reden - das tut er auch sehr gut. Ich wünsche Deinem Sohn ein tolles Lager!
Liebe Grüsse
Monika
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#4 Aeschlimann 13:00 23.03.2016
Hoi
ich persönlich würde versuchen ihm möglichst viel zu überlassen. Ich glaube von den Lehrpersonen kann man nicht zu viel erwarten. Wenn man nie was mit Diabetes zu tun hatte, ist es sehr schwer. Aber gib ihm doch ein Handy mit, dann kann er jederzeit anrufen und nachfragen ob er zB richtig gerechnet hat. Er kann ja auch jeden Abend Bericht erstatten wie der Tag so zuckermässig lief.
Ihr habt ja bis September Zeit zum "trainieren". Mein Sohn war 12 im ersten Lager, 3 Mt. nach der Diagnose, und hat alles alleine gemacht. Wir Eltern waren einfach erreichbar und die Leiter wussten sie können jederzeit anrufen, wenn unser Sohn sich komisch verhält.
Ich hatte meinem Sohn auch gesagt, dass er nur ins Lager kann, wenn er den Diabetes gut managen kann. Wir hätten nicht mitgehen können. So war er sehr motiviert.
Aber jedes Kind ist anders. LG, Fadhila
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#3 Heike 11:15 23.03.2016
Liebe Lydia
Grundsätzlich würde ich nicht "zuviel" von den Lehrpersonen "verlangen", sonst bekommen sie Angst und dein Sohn darf wohlmöglich nicht mit (man kann seine langjährige Erfahrung ja nicht in einem 20min. Gespräch vermitteln). Grundsätzlich sollte er jederzeit sein Handy benutzen dürfen, auch nachts und bei Ausflügen wäre es gut, wenn die Lehrperson auch Traubenzucker und evtl. ein paar KH's mehr im Rucksack hat.
Ansonsten hatte meine Tochter in der 6. Primar eine Lehrerin die früher Krankenschwester war - hat aber auch nichts gebracht. Ich wollte nur von ihr, dass sie meine Tochter am Abend an das Basisinsulin erinnert. Nachher habe ich erfahren, dass sie sie einmal gefragt hat, ob sie BZ gemessen hat.
Fazit: Grundsätzlich sollte dein Sohn selbstverantwortlich genug sein - und es klappt meistens viel besser als man selbst vor lauter Angst denkt - und dann wärest du ja immer per Handy erreichbar.
Geht schon, ihr schafft das und hinterher seid ihr alle stolz.
Liebe Grüsse, Heike
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#2 Rahel 09:39 23.03.2016
liebe Lydia,
du könntest mit den Lehrern die Essenspläne studieren und eine Liste für jeden Tag machen, für was sie wieviel spritzen müssen. Ich denke, es sollte möglich sein, deinen Sohn nachts 1 mal ans Messen zu erinnern. Eine Korrekturtabelle bei zu hohen Werten wäre sicher auch hilfreich für deinen Sohn und die Lehrer. Lass ihn alleine ins Lager, er wird das mit ein wenig Unterstützung schaffen.
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#1 Susanne Schmidt 07:28 23.03.2016
Liebe Lydia
Ich bin selber Lehrerin mit einem Kind mit Typ 1.
So wie ich es in meinem Umfeld mit Lehrpersonen sehe, wird diese gesundheitliche Sache auch ganz unterschiedlich wahrgenommen.
Es hat ja sicherlich eine Schulische Heilpädagogin oder weitere Personen im KL dabei. Vorher(möglichst bald) könnte man das Gespräch mit dem Klassenlehrer aufnehmen mit der Fragestellung der Unterstützung beim Umrechnen.
In einem Fall bei einer Kollegin rief der 5.Klässler täglich auf eine Spitalnummer an, die ihn dabei unterstützten, selber die Einstellungen zu machen. Frag doch einmal den Diabetologen, wie er unterstützen könnte.
Wenn das dein Sohn alleine schafft, wird sein Selbstwertgefühl auch gestärkt und er wird auch bald wagen in wenigen Jahren alleine eine kleine Reise zu unternehmen. Meist gehen die Kl ja von Montag bis Freitag, das wären dann 4 Nächte und 5 Tage.
Eine gute Vorbereituing und Grüsse

Susanne
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