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    SDK-Mitglieder
  • Betreff
    Kostenübernahme Freestyle Libre
  • Frage
    Immer wieder erreichen uns Anfragen, wieso bestimmte Krankenkassen die Kosten für das Messsystem Freestyle Libre übernehmen und andere nicht. Wir haben darum eine Übersicht zum aktuellen Stand der Dinge (Frühling 2017) zusammengestellt - siehe Antwort unten.

    Euer Swiss Diabetes Kids-Team

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#3 SDK-Team 11:35 05.04.2017
Muss die Krankenkasse die Kosten für den Free Style Libre tragen? Die Krankenkassen müssen nur die Kosten von Geräten auf der Mittel und Gegenständeliste (MiGeL) übernehmen. Abbott hat leider erst nach Markteintritt des Free Style Libre in der Schweiz einen Antrag auf Aufnahme auf die MiGeL gestellt. Im dritten oder vierten Quartal 2017 dürfte die MiGeL entsprechend nachgeführt werden.
Bis dahin empfiehlt es sich, individuell bei der Krankenkasse nachzufragen. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn eine Verschreibung für ein Kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM) System vorliegt. Andere Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten, falls eine Zusatzversicherung vorliegt. In einigen Fällen lassen sich durch den Free Style Libre auch Kosten sparen. Dies kann bei der Diskussion mit der Krankenkasse vorgebracht werden.

Aktuell
Aktueller Hinweis: Per 1.7.2017 wird das Freestyle Libre-System (Lesegerät und Sensoren) auf die Mittel- und Gegenständeliste (MiGel) aufgenommen. Damit müssen alle Krankenkassen die Kosten übernehmen. Voraussetzungen sind:


  • Verordnung nur durch Fachärzte für Endokrinologie / Diabetologie


  • Für Personen mit Diabetes mellitus unter einer intensivierten Insulintherapie (Pumpentherapie oder Basis-Bolus-Therapie, bei der der Bolus abhängig von aktuellem Blutzucker, der Menge an zugeführten Kohlenhydraten und der geplanten körperlichen Aktivität berechnet wird)


  • Pro Jahr maximal 27 Sensoren / alle 3 Jahre 1 Lesegerät


Diese Regelung ist vorerst auf 2 Jahre bis am 30.6.2019 befristet
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#2 Swiss Diabetes Kids 08:04 22.09.2016
Immer wieder erreichen uns Anfragen, wieso bestimmte Krankenkassen die Kosten für das Messsystem Freestyle Libre übernehmen und andere nicht.

Im Moment (Stand September 2016) gibt es dazu keine allgemein gültigen Regeln oder Empfehlungen. Der Freestyle Libre ist noch nicht offiziell auf der Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGel) aufgenommen, auf der festgelegt ist, welche medizinischen Hilfsmittel durch die Grundversicherung der Krankenkasse übernommen werden müssen. Eine entsprechende Eingabe ist gemacht, wird aber wohl frühestens im Sommer 2017 beurteilt werden. Gewisse Krankenkassen übernehmen - vor allem bei einer vorhandenen CGM-Verschreibung - aber trotzdem die Kosten für den Libre, wohl weil dieses System, das ja eigentlich kein "richtiges" CGM-System ist, markant günstiger ist als die beiden offiziellen CGM-Systeme. Genauso gut kann es aber sein, dass eine Krankenkasse die Finanzierung verweigert.

Darum: In jedem Fall sollte die Kostenübernahme durch den behandelnden Diabetologen bei der Krankenkasse beantragt werden, wenn man nicht im vornherein dazu bereit ist, die Kosten allenfalls selber zu tragen. Anders verhält es sich mit den beiden CGM-Systemen von Medtronic und Dexcom: Wenn gewisse Kriterien erfüllt sind und der Diabetologe, die Diabetologin das CGM unterstützt, bzw. eine Verordnung dafür ausstellt, müssen alle Krankenkassen die auf der MiGel-Liste festgelegten Kosten dafür übernehmen.

Adminstrationsteam Swiss Diabetes Kids
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#1 Daniela 18:44 25.06.2016
Zu Frage 1: Unsere Krankenkasse (sana 24) hat die erste Rechnung die wir vom Libre eingeschickt haben anstandslos bezahlt, wir haben lediglich ein Zeugnis des Kinderdiabetologen beigelegt. Ich hoffe es klappt bei den weiteren Rechnungen auch so einfach.
Liebe Grüsse Daniela
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