• Name
    Jelena
  • Betreff
    OmniPod in der Schule und Insulinabgabe
  • Frage
    Hallo zäme
    Unsere Tochter (7) wurde diesen Sommer eingeschult. Ihr Blutzucker ist schwer in den Griff zu bekommen. V.a. wenn das Immunsystem zu arbeiten hat, neigt sie zu extremen Überzuckerungen. Meine Frage daher: Was kann man von der Schulleitung/von den Lehrern verlangen? Kann ich Sie dazu verpflichten, Insulin abzugeben? Oder die Pumpe einzustellen, und meine Tochter drückt dann einfach auf "OK"? Wir bieten immer Telefonsupport an. Aber wenn ich jederzeit bereit sein muss und in die Schule stressen muss, traue ich mich kaum weiter weg zu fahren z.B. zum Einkaufen usw. Wie handhaben es andere Eltern? Unser Mädel ist leider noch nicht soweit, um das allein handhaben zu können oder Zusammenhänge zu erkennen.
    Merci euch allen im Voraus!
    LG, Jelena

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#5 Karin K. 15:02 01.11.2016
Hallo Jelena,
unsere Tochter (7) hat den OmniPod seit über einem Jahr. Leider sind auch ihre BZ-Werte sehr schwankend. Bevor sie in die Schule kam, haben wir uns mit den Lehrerinnen zusammengesetzt und eine Präsentation gegeben, alle waren sehr offen und haben uns ein gutes Gefühl gegeben.
Vor dem Znüni misst unsere Tochter ihren Blutzuckerwert und gibt anhand einer von uns erstellten Liste den Bolus ab. Am Anfang hat ihr die Lehrerin immer noch gesagt, was sie abgeben muss und hat mit auf den OmniPod geschaut um sicherzustellen, dass unsere Tochter den richtigen Bolus abgibt, aber nun macht sie es schon recht selbstständig. Für Geburtstage haben wir eine separate Liste erstellt, die Lehrerin wiegt dann immer die gleiche Menge Kuchen ab oder sie ruft mich an, wenn sie unsicher ist. Ja, die ständige Erreichbarkeit macht die Situation nicht entspannter, so ist es leider. Bisher hatten wir nur eine Situation (Pumpenausfall) wo ich in die Schule kommen musste. LG, Karin
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#4 Annett 10:55 23.09.2016
Hallo Jelena,
unsere Tochter ist jetzt 8 Jahre und trägt seit einem Jahr eine Pumpe. Wir haben mit der Lehrerin gesprochen und folgende Regelung treffen können: Sie misst in der Schule regelmässig ihren BZ, wenn sie höher als 10 bzw. unter 4 ist, informiert sie die Lehrerin, die mir eine whatsapp-Nachricht schickt. Ich gebe dann Info, wieviel pumpen bzw. essen. Unsere Tochter stellt dann die Pumpe entsprechend ein und zeigt es zur Kontrolle der Lehrerin. Erst dann pumpt sie.
Sie wird jetzt aber immer sicherer und oft reagiert sie jetzt selbst richtig. Vor Sport und Schwimmen fragt sie aber immer bei abweichenden Werten nach, auch zur Sicherheit. Ich hoffe, Ihr habt auch so eine tolle Lehrerin, die so engagiert das Kind unterstützt.
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#3 Lydia 15:55 22.09.2016
Hallo Jelena.
Dieses Dilemma haben oder hatten bestimmt viele andere Eltern, bzw. Mütter auch. Ich weiss wie ständige Erreichbarkeit stresst und dich verunsichert.
Aus meiner Erfahrung ist das Ganze von der Haltung der einzelnen Lehrpersonen abhängig; Ich habe erlebt, dass mir die Lehrperson telefonierte, als sie das Messgerät von meinem Sohn suchte, obwohl er es dabei hatte - was sehr stressig und nervig war. Aber auch dass ein Lehrer, auf meinen Vorschlag hin, selber in die Diabetesberatung zur Schulung ging, damit er mit ruhigen Gewissen unserem Sohn im Klassenlager möglichst kompetent unterstützen konnte - das waren uns die Mehrkosten wert und war natürlich für alle Beteiligten eine super motivierende Erfahrung!!!
Auch dir wünsche ich viel Geduld und motivierende Erfahrungen. LG
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#2 Barbara 13:51 13.09.2016
Nebst den Aspekten, die Dominik erwähnt hat, wäre es vielleicht hilfreich, der Lehrperson einmal zu demonstrieren, was sie überhaupt machen müsste. Mit dem Omnipod-System ist das sehr einfach, da auf der Grundlage des aktuellen BZ ein Korrekturvorschlag angezeigt wird, der nur noch mit "Ok" quittiert werden muss. Mit anderen Pumpensystemen kenne ich mich zu wenig aus, nehme aber an, dass das dort ähnlich einfach ist. Ich würde auch empfehlen, mit der Lehrperson zu besprechen, wie oft und in welchen Fällen überhaupt so ein Einsatz von ihr überhaupt gefordert wäre.

Alles Gute!
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#1 Dominik 19:15 11.09.2016
Rechtlich zu verlangen, dass die Lehrperson das Insulin abgibt, dürfte schwierig werden. Jedoch ist es durchaus üblich, dass Lehrpersonen Insulin abgeben. Falls die Lehrperson Berührungsängste hat, kann hier eine Drittpartei wie z. B. der betreuende Arzt / Ärztin oder falls vorhanden der schulärztliche Dienst unter Umständen weiterhelfen. Falls sich die Lehrperson vor der Haftung scheut, kann ein Haftungsausschluss vereinbart werden.

Viel Erfolg.
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