• Name
    Christa Näf
  • Betreff
    Wechsel zur Insulinpumpe?
  • Frage
    Hallo!
    Unser Sohn (fast 7) ist Diabetiker seit knapp einem Jahr. Wir überlegen uns, vom 3 Spitzen-System auf eine Pumpentherapie zu wechseln. Wir denken, dass dadurch etwas Ruhe in unseren Familienalltag einkehren könnte, da das Spitzen gar nicht gut klappt und mit Angst verbunden ist. Allerdings haben wir noch bedenken, weil ja eine Pumpe auch mal ausfallen kann usw. Wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Notfall-Situationen z.B. in der Schule? Passieren solche Ausfälle oft? Sowohl bei Schlauch - und Patchpumpen. Welche Absprachen mit den Lehrpersonen sind notwendig?
    Ausserdem meinte unser Ärztin, dass man auch mit der Pumpe einen fixen Essenplan einhalten sollte... ist es nicht so, dass man mit dieser Therapie ab und zu etwas flexibler in der Menge und in der Zeit sein kann?
    Ab welchen Alter ungefähr könne die Kinder die Pumpe selber bedienen? (Unser Sohn isst einmal pro Woche im Hort, und unsere Ärztin meint auch, dass sie nicht empfiehlt, die Umrechnungsvorschläge der Pumpe nach den BZ-Messungen zu gebrauchen. Dabei wäre das doch wahrscheinliche sehr praktisch...Wer hat damit Erfahrung?)
    Danke für alle Informationen, Tipps und Meinungen!
    Liebe Grüsse
    Christa und Manuel

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#11 Nicole 11:50 26.06.2017
Hoi Christa
Mit der Pumpe ist es nicht mehr nötig fixe Essenszeiten oder -Mengen einzuhalten. Die Pumpe steigt selten aus, wir brauche selten den Pen zusätzlich. Die Bolusvorschläge der Pumpe funktionieren sehr gut, die sind auch einstellbar. Selbständig die Pumpe bedienen geht bald, aber die KH abwägen und auf Werte umrechnen wird noch länger dauern. Im Hort arbeitet eine Frau, die einen Sohn mit Diabetes hat. Sie könnte helfen, darf leider nicht soviel. Es hat auch noch ein anderes Diabetes Kind dort.
Gruss Nicole
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#10 Alex 20:52 25.06.2017
Ciao Christa und Manuel

Unser Sohn wird bald 4 und hat eine Pumpe seit er 2 Jahre alt ist (Schlauchpumpe Medtronic 640g).
Die Pumpe ist noch nie ausgefallen. Wenn wir weiter in die Ferien fahren erhalten wir vom Hersteller kostenlos eine Ersatzpumpe mit.
Wir haben keinen Essensplan und können mehr oder weniger frei den Tag gestalten.
Bei der Pumpe musst du alle 3 Tage den Katheter auswechseln, klappt mal sehr gut, dann hat unser Sohn aber auch mal Angst davor.
An der Pumpe ist halt genial, dass du z.b. auch die Möglichkeit hast es mit einem Glucosesensor zu kombinieren.
Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Aber wir sind sehr zufrieden.
Frag nur, wenn du was wissen willst
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#9 Gabi 19:42 25.06.2017
Hallo
Die Beratung scheint bei euch nicht so optimal zu sein. Egal ob eine Pumpentherapie mit oder ohne Schlauch. Auf jeden Fall empfehle ich euch mind. mal 1 Gerät auszuprobieren. Eure Aerztin kann das veranlassen dass ihr eine Pumpe zum Test erhaltet bevor man sich vertaglich binden muss. So erhaltet ihr schon mal ein Gefühl für eine solche Therapie. Wir haben uns vor 2 Jahren für die Minimed der Medtronic entschieden. Unsere Tochter damals 6 Jahre hat sich super mit der Pumpe angewöhnt und möchte nicht mehr auf die Spritzentherapie wechseln. Bei uns hat es am Anfang auch gehapert mit den Infusionsset mit Silikonkanüle. Das Insulin konnte sich nicht oder nur wenig ins Gewebe verteilen. Für kleine Kinder
empfiehlt es sich direkt mit Stahlkanüle setzen. Haben dann auf Stahlkanüle gewechselt und hatten keine Probleme mehr. Unsere Tochter konnte schon nach kurzer Zeit den KH Wert selber eingeben. In der Schule wurde sie anfangs noch kontrolliert ob sie den Znüni oder am Mittagstisch den Wert auch eingibt. Die Schule und Kita haben wir schon seit sie die Diagnose Diabetes hat ausführlich über alles informiert und instruiert was bei welcher Situation zu tun ist. Wir finden es erleichert ungemein den Alltag. Ob zu Hause in der Schule oder in der Freizeit. Die Kids werden schnell selbständig damit. Bei uns ist es einmal vorgekommen dass das Gerät ausgestiegen ist. Über die Hotline haben wir in 1 Tag das Ersatzgerät erhalten. Für Notfälle haben wir sowieso immer noch unser Pen immer Einsatzbereit. Eigentlich ist man frei wann und wieviel man isst. Man kann es ja einfach vorher per Knopfdruck abgeben. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es besser ist mind 2 Stunden nach der letzt KH Mahlzeit mit Bolus zu warten. Das Insulin braucht ja trotzdem ca. 2 Std. bis es vom Körper vollständig abgebaut ist. Bei unserer Tochter ist dies jedoch meistens schwierig, wenn der Hunger nach 1 Std. wieder da ist. Wir haben seit einem halben Jahr zusätzlich den Glukosesensor. Das ist nochmals eine grosse Hilfe für die Kontrolle des BZ. Ich kann eine Pumpentherapie nur weiter empfehlen. Hoffe ihr bekommt die richtige Beratung und wenn ihr über eure Aerztin nicht weiter kommt probierts über die Diabetesberatung. Die wissen manchmal noch mehr als die Aerzte.
Alles Gute.
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#8 verena 17:38 25.06.2017
Hallo Christa und Manuel! Unser Sohn, bald 6 hat seit 3 Jahren Diabetes und seit 1.5 Jahren eine Pumpe. Wir haben eine Schlauchpumpe kombiniert mit Sensor (mit Vor - Hypo Abschaltung) und können es nur empfehlen. Er kann sie schon fast sst. bedienen, braucht einfach die Kontrolle durch eine Person, die die Zahlen nicht plötzlich mal vertauscht. Der Anfang mit der Pumpe war nicht nur einfach, bis die Einstellungen mal gestimmt hatten und wir die geeignete Kanüle gefunden haben, aber es hat sich gelohnt. Aus meiner Sicht ist es nicht weniger Aufwand, aber dafür sehr viel mehr Lebensqualität und Flexibilität. Pannen sind sehr selten (1x hat er sich den Schlauch abgerissen und 1x im Wasser gelöst). Der Sensor fällt eher einmal aus, aber dann kann man manuell messen. Ich finde es wichtig, das die Lehrpersonen Bescheid wissen, aber nur über das wichtigste, nicht zu viele Details, weil sie dadurch verwirrt werden können. Jan hat einen kurzen Pumpenbeschrieb in seiner Diabetes Tasche, wo die Alarme beschrieben sind und sie nachschauen können, was zu tun ist. Den BolusExpert finde ich eine grosse Hilfe, vor Allem, wenn das Kind sst. Bolen soll. Es braucht einfach etwas Zeit und Geduld, bis dieser richtig programmiert ist.
Alles Gute und liebe Grüsse verena
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#7 Pascale Egli 17:12 25.06.2017
Liebe Familie Näf, eure vielen Fragen könnte ich fast besser persönlich beantworten, ihr dürft mir gerne eine e-mail unter schicken, dann könnte ich euch so meine Telefonnummer durchgeben. Mein Sohn hat (11j hat seit knapp 2 Jahren die Diagnose und er hat seit 1 1/2 Jahren die Pumpe mit CGM (Sensor)
Liebe Grüsse Pascale Egli
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#6 Annett 16:04 25.06.2017
Liebe Christa
Unsere Tochter (9) hat seit 3 Jahren Diabetes. Nach 16 Monaten mit dem 4-Spritzen-System haben wir auf eine Insulinpumpe umgestellt und sind sehr zufrieden damit. Das Leben mit Diabetes ist und bleibt nicht einfach, mit der Pumpe wird es aber wieder deutlich normaler. Natürlich helfen gleichmässige Essenszeiten für eine gute Einstellung, die Flexibilität hinsichtlich Essensmenge und -Zeiten nimmt mit der Pumpe aber deutlich zu.
Ja, es kommt immer mal wieder zu Pumpenausfällen (wir haben den Pod - die ausgefallenen Pods werden problemlos zurückerstattet), wir haben dies ca. 1x im Monat. Natürlich passiert dies nicht immer zu passenden Zeiten... Unsere Tochter hat zusätzlich den Dexcom G5-Sensor, d.h. ich sehe ihre BZ-Werte immer zeitgleich auf meinem Handy und habe so auch Kontrolle. Klar, wenn der BZ massiv steigt, muss ich in die Schule (oder wo sie gerade ist) zum Wechseln des Pods, nicht immer steigt der BZ aber sofort massiv. Der Sensor hilft auch, wenn sie extern isst und sie sich nicht sicher ist, wieviel sie pumpen soll. Da ich ihre BZ-Daten sehe, kann ich mit einer kurzen Nachricht Hilfe geben.
Wir können die Pumpentherapie uneingeschränkt empfehlen, das Leben wird wieder deutlich unkomplizierter und flexibler. Viele Grüsse Annett
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#5 Marianne Barnard 15:19 25.06.2017
Liebe Christa und Manuel

Unser Sohn Maurice (10) ist seit sechs Jahren Diabetiker und trägt seit bald zwei Jahren einen Omnipod. Er lebt damit fast wie Nicht-Diabetiker. Er isst alles, was andere Kinder auch essen und die Zeiten spielen fast keine Rolle. Unser Leben ist so viel einfacher und entspannter geworden. Maurice ist sehr gut eingestellt und kann mit seinem Diabetes gut umgehen.
Ich kann den Omnipod nur wärmstens empfehlen!
Falls du Fragen dazu hast, stehe ich gerne zur Verfügung.
Alles Gute und herzliche Grüsse
Marianne und Maurice
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#4 Galina Bruder 15:00 25.06.2017
Liebe Christa, lieber Manuel
Ich habe selber Diabetes seit fast 34 Jahren, unsere Tochter bekamm ihn mit 1,5 Jahre, jetzt ist sie 15. Wir beide werden die Ins.Pumpe nicht mehr weg geben, ausser es gibt etwas besseres. Mir ist zur Zeit nichts Besseres bekannt. Alle kleine "Schwierigkeiten", welche die Pumpe mit sich bringt, sind nichts im Vergleich mit der Spritz-Ess System. Findet einen Arzt der Erfahrung mit Ins. Pumpe hat und dann seit ihr bestens bedient. Welche Pumpe man nimmt, ist dann eine Frage der Bedürfnisse. Ich denke zum Starten ist jede gut genug. Unsere Tochter konnte ihre Pumpe mit 5,5 Jahre schon selber bedienen. Wir haben nie eine Panne gehabt, welche uns Probleme gemacht hat. Die Insulinpumpen-Firmen sind bei Technischepannen in der Regel immer zur Stellen. Für die medizinische Fragen braucht man einen erfahren Arzt und einwenig Mut. Je läger der Diabetes da ist, je besser kennt man ihn und kann entsprechend selber handeln. Ich weiss, dass dies hier wie Werbung für die Pumpe aussieht, es sit aber nicht. Das ist meine persönliche Meinung. Der Alltag ist viel entspannter, der Zwang zum Essen ist weg und zwieschen durch kann man sich etwas mehr erlaunben. Der fixe Essplan gehört den Vergangenheit an. Der Bolusexperte, welche dei Pmpen haben sind eine grosse Hilfe, es gibt aber sicher auch Vorteile, wenn man selber rechnet. Man kann aber beides benutzen. Warum auf etwas verzichten, wenn es so hilfreich ist. Allerdings ist der Diabetes nur dann gut eingestellt, wenn man ihn nicht vergisst und weiterhin auf eine gesunde Ernährung achtet. Es braucht auch eine gewisse Zeit bis man mit der Pumpe gut vertraut ist und die Einstellungen stimmen.Nur Mut... Ihr könnt mich gerne kontaktieren wenn du Fragen hast.
Liebe Grüsse
Galina Bruder
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#3 Fadhila Ladour 13:54 25.06.2017
Hallo
Unser Sohn (14) hat die Pumpe seit 2 Jahren. Ausgefallen ist sie in der Zeit nur 1x obwohl er sie ja bei all seinen (auch wilden Aktititäten) dabei hat. Dann erhält man innert weniger Std. eine Neue. Ist also kein Problem. Für die 3 - 4 Std. dazwischen müsste man halt wieder mit dem Pen spritzen.
Vom Essen her ist man absolut flexibel. Mein Sohn kann essen wann und wozu er Lust hat (vom Insulin her gemeint ;) ).
Wenn ihr einen Sensor dazu habt und die Werte über eine App einsehen könnt, könntet ihr ihn sehr gut telefonisch (z. B. im Hort oder in der Schule) unterstützen.
Sowohl mein Sohn als auch ich arbeiten sehr wohl mit den Bolusvorschlägen der Pumpe. Sind zu 90% zuverlässig bei uns.
Ich würde die Sachen einfach mal ausprobieren.
Liebe Grüsse
Fadhila
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#2 Jelena 13:22 25.06.2017
Hoi Christa

Unsere Tochter (7) hat die Diagnose seit ca. 1,5 Jahren. Wir haben die OmniPod gewählt da es keinen Schlauch zum Abreissen gibt.
Die Pumpe ist selten abgefallen (meist wenn man irgendwo härter anschlägt), und sonst haben wir diese fixiert mit Tape oder so.
Da wir meist einen Hautbarrierespray benutzen, ist es 2-3mal vorgekommmen, dass das Schläuchlein verstopfte und kein Insulin durchkam. Die Werte sind dann sehr rasch angestiegen und notfalls könne trotzdem der Pen zur Korrektur eingesetzt werden.Aber sonst funktioniert es top.
Vorteile hat die Pumpe viele: In der Nacht schmerzlos korrigieren, mit der Basalrate kann man spielen, d.h. ausschalten oder reduziert abgeben, oder bisbzu 100% mehr abgeben.
Unsere Tochter hat ein Handy, misst via NFC-Funktion den Zuckerwert beim Freestyle Libre. Die App übermittelt uns den Wert. Wir reagieren proaktiv und die Lehrer sind entlastet.
Anfangs war die Hilfe der Lehrer nötig zB beim Spritzen fürs Znüni, da sie noch nicht lesen konnte. Mittlerweile gibt sie sich den Bolus selber ab, während wir zusammen telefonieren. So kann ich auch bestimmen, ob der vorgeschlagene Wert okay ist, oder ob wir übersteuern (doch noch mehr oder weniger) spritzen.
Die Ärztin ist etwas komisch... Man ist flexibler mit Pumpe, aber sollge so oder so mind. 2h warten mit nächstem Bolus damit sich die Wirkungsdauer nicht extrem überschneidet und ein Hypo resultiert.
Wenn du magst, kannst du mir auch privat schreiben.

Liebe Grüsse und alles Gute!
Jelena
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